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Fachhochschule Deggendorf testet Video-Konferenz-Systeme im weltweiten Verbund

An fast allen bayerischen Fachhochschulen wurden auf Initiative und Förderung des Freistaat Bayern im letzten Jahr Video-Konferenz-Systeme installiert. Der große Nutzen solcher Systeme liegt vor allem darin, dass sich zwei oder mehr Teilnehmer virtuell treffen können, wobei die Teilnehmer u.U. tausende Kilometer voneinander entfernt sind. Im Rahmen einer Video-Konferenz werden die jeweiligen Ton-, Bild- und Anwendungsdaten der Teilnehmer übertragen. Das ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Personen unter Einsparung von Reisezeit und Reisekosten. An der Fachhochschule Deggendorf soll die Anlage darüber hinaus auch zur virtuellen und standortübergreifenden Lehre im nationalen und internationalen Bereich genutzt werden.

Trotz Normung der Systeme gestaltet sich der Einsatz in der Praxis oftmals nicht ganz einfach. Fast immer bedarf es vor allem in der Anfangsphase mehr oder weniger aufwändiger Konfigurationsarbeiten. Die häufigsten Ursachen dafür sind Sicherheitseinstellungen in den Aktivkomponenten der Netzwerke. Aus diesem Grund hat es sich nach Meinung von Prof. Dr. Gerhard Partsch (Leiter des Rechenzentrums und Video-Konferenzleiter der FH Deggendorf) als sehr hilfreich erwiesen, wenn man als Systemtester selbst über das notwendige Wissen und die entsprechende Nähe zum Rechenzentrum (dem eigenen und dem der Partnereinrichtung) verfügt, um Probleme "auf kurzem Wege" beseitigen zu können. So fanden die ersten Kompatibilitätstests im Verbund mit den Rechenzentren der Fachhochschulen Regensburg (Prof. Dr. Herbert Kopp) und Augsburg (Prof. Dr. Burkhard Erdlenbruch) statt. Bedingt durch die sehr leistungsfähige Anbindung aller bayerischen Fachhochschulen an das Deutsche Forschungsnetz war die Performance (Bild- und Tonqualität) selbst bei einer Mehrpunkt-Konferenz (mehrere Teilnehmer werden gleichzeitig zusammengeschaltet) sehr gut. Aber auch Tests mit Partnerhochschulen in der Schweiz und auf Zypern ergaben gute Ergebnisse. Weitere Tests mit Partnern in anderen europäischen Ländern und mit Australien stehen gerade an.

Nach den erfolgreichen Funktionstests sollen nun auch Hochschulangehörige systematisch über die Möglichkeiten dieser Systeme informiert werden. Zu diesem Zweck hat Prof. Dr. Partsch zusammen mit Dipl.-Ing. (FH) Thorsten Weiß (DIZ - Zentrum für Hochschuldidaktik der bayerischen Fachhochschulen) und den virtuell zugeschalteten Teilnehmern Prof. Dr. Herbert Kopp (FH Regensburg), Prof. Dr. Burkhard Erdlenbruch (FH Augsburg) und Stefan Burmberger (FH Deggendorf) erstmals zahlreiche Kollegen beim DIZ in das System eingeführt. Zur stärkeren Nutzung und Verbreitung der neuen Video-Konferenz-Technik ist auch vorgesehen, dass Firmen das System der FH Deggendorf gegen Unkostenerstattung nutzen können.

Einführung von Professoren in ein Video-Konferenzsystem
Einführung von Professoren in ein Video-Konferenzsystem
beim DiZ - Zentrum für Hochschuldidaktik der bayerischen Fachhochschulen